Bebauung Kunsthallenareal weiter offen

Veröffentlicht am 05.05.2010 in Gemeindenachrichten

Mit einem offenen Brief haben sich Mitglieder des Singener Gemeinderats an die Besitzer eines zur wirtschaftlichen Bebauung notwendigen Grundstücks im Kunsthallenareal gewandt. Leider verweigern die Angeschriebenen bis heute den Dialog mit den Räten.

Offener Brief an die Familien Netzhammer, Singen

Singen, im März 2010

Überbauung des Kunsthallenareals

Sehr geehrte Familien Netzhammer,

dem Gemeinderat der Stadt Singen ist es über alle Fraktionsgrenzen hinweg seit Jahren ein großes Anliegen, den Einkaufsstandort Singen im Wettbewerb zu anderen Städte in der Region zu stärken.

Eine hohe Bedeutung kommt dabei einer zügigen und wirtschaftlich wie städtebaulich attraktiven Entwicklung des Kunsthallenareals zu. Der Gemeinderat der Stadt Singen hat daher am 15. Mai 2007 mit großer Mehrheit der im Rahmen eines Wettbewerbs gefundenen städtebaulichen Planungskonzeption für das innerstädtische Einkaufszentrum im Bereich der Kunsthalle zugestimmt und die städtische Tochter GVV mit der Projektentwicklung beauftragt.

In den Wettbewerbsberatungen und der Diskussion im Gemeinderat wurde deutlich, dass nur die „große Lösung“ unter Einbeziehung der Grundstücke an der Ecke Freiheit-/August-Ruf-Straße wirtschaftlich und städtebaulich sinnvoll ist. Um diese Lösung und den Mehrheitswillen des Singener Gemeinderates für die dringend notwendige Weiterentwicklung der Singener Innenstadt zu ermöglichen, benötigt die Stadt Singen zwei kleinere Grundstücke bzw. einen kleinen Grundstücksanteil im rückwärtigen Teil des „Baumann-Hauses“ und somit Ihre Zustimmung zum Grundstückserwerb.

Da die bisherigen direkten Verhandlungen mit Herrn Oberbürgermeister Oliver Ehret bisher zu keinem Ergebnis geführt haben, appellieren wir als Gemeinderäte der Stadt Singen an Sie, innerhalb ihrer Familien die Angelegenheit nochmals zu prüfen und überdenken.

Nachdem die benachbarten Städte Radolfzell und Konstanz in erheblichem Umfang die Entwicklung ihrer Innenstädte vorantreiben, kann und darf die Stadt Singen für die Zukunft unserer Innenstadt nicht tatenlos bleiben. Singen war in der Vergangenheit Garant und Vorreiter für eine städtebauliche City-Entwicklung. Wir sollten dies auch weiterhin bleiben. Das Kunsthallenareal bietet die räumlichen Voraussetzungen für einen ausgezeichneten Anziehungspunkt für die Stadt Singen und den innerstädtischen Einzelhandel.

Sehr geehrte Familien Netzhammer, die unterzeichnenden Gemeinderäte würden es im Interesse der Stadt Singen sehr begrüßen, wenn Sie Ihre Bereitschaft erklären würden, die zwei kleineren Grundstücksabschnitte im Innenbereich des Areals an die Stadt Singen zu verkaufen um damit die dringend notwendige Weiterentwicklung des Kunsthallenareals zu ermöglichen.

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrieben haben:
Mitglieder der Fraktion von SPD, Freie Wähler, Neue Linie und Bündnis 90 /
Die Grünen

 

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Leni Breymaier

Leni Breymaier