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Aktuelle-Artikel

Bericht vom Besuch der SPD-Fraktion und –Vorstand im Krankenhaus Singen

Veröffentlicht am 24.08.2007 in Ortsverein

Das Krankenhaus Singen, heute Haupthaus der Hegau-Bodensee-Kliniken, war Ziel einer Begehung im Ferienprogramm der Singener SPD.

Die zu den Hegau-Bodensee-Kliniken gehörenden Einrichtungen sind zwischenzeitlich zu einem richtigen Gesundheitsverband gewachsen. Die Einrichtungen mit ihrem Hauptsitz in Singen sind zwischenzeitlich in der Region Hochrhein (Landkreise Konstanz, Waldshut und Lörrach) der größte Anbieter im Gesundheitswesen. In 9 Einrichtungen an 7 verschiedenen Standorten arbeiten rund 2800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Verbund bietet derzeit 1780 Betten in den Einrichtungen an. Beim Besuch der SPD-Stadtratsfraktion und des SPD-Vorstandes zeigte die Geschäftsführerin Sabine Schwörer die Möglichkeiten der Versorgungen auf. Von der Prävention, der Akutmedizin, der Rehabilitation und der Pflege könne alles aus einer Hand angeboten werden. Für die Patienten habe dies sehr große Vorteile. An den verschiedenen Standorten biete das Verbundnetz spezialisierte Leitungsangebote.

Sabine Schwörer zeigte den SPD-Vertretern auf, dass durch die enge Kooperation und den schnellen Informationsfluss eine abgestimmte optimale Behandlung zwischen den Häusern erfolge. Die „integrierte Versorgung“ von Patienten werde auch über mehrere
Leistungserbringer hinweg durch Verträge, an denen auch niedergelassene Ärzte, andere Facheinrichtungen und Universitätskliniken beteiligt sind, sicher gestellt.
Organisatorisch stellen die Hegau-Bodensee-Hochrhein-Klinken GmbH, ein Verbund aus den Krankenhäusern Singen, Engen, Radolfzell und Stühlingen als Hegau-Bodensee-Kliniken, dem Krankenhaus Bad Säckingen, dem Senioren- und Pflegeheim Engen und der Seniorenpension „Friedrichsheim“ in Gailingen die „Konzernmutter“ dar. Als Töchter gehören zum Verbund das Neurologische Rehabilitationszentrum Jugendwerk Gailingen e.V. mit dem Hegau-Jugendwerk, die Rehklinik Sankt Marien in Bad Bellingen und die Hochrheinklinik in Bad Säckingen. Weiter gehören dem Verbund Medizinische Versorgungszentren an verschiedenen Krankenhäusern an. Gesellschafter und damit Träger der Hegau-Bodensee-Hochrhein-Kliniken sind die Stadt Singen mit 51,7 %, die Stadt Engen, der Spitalfond Radolfzell sowie die Landkreise Waldshut und Konstanz.

In der interessanten und ausführlichen Diskussion, an der seitens des Hegau-Bodensee- Klinikums auch Holger Bertok, Abteilungsleiter der Pflegedirektion, teilnahm, zeigte Sabine Schwörer die derzeitigen Veränderungen am Singener Krankenhaus auf. Die ehemaligen Abteilungen Medzin I und IV wurden stillgelegt, gleichzeitig erfolgte der Umbau und teilweise Neubelegung durch die Neurologische Station. Auch die ehemalige Chirurgie IV und V sowie die Frauenabteilungen II und III sind und werden derzeit neu strukturiert und baulich verändert. Das Krankenhaus bemühe sich um eine Erweiterung des Versorgungsauftrages mit der Einrichtung einer Psychosomatischen Abteilung.
Holger Bertok kündigte an, das im Singener Krankenhaus im Jahre 2008 ein neues Wegeleitsystem installiert werde. Die Patientenstationen erhalten eine Neu-Nummerierung zur besseren Patientenorientierung. Darüber hinaus werde mit der sogenannten interdisziplinären Belegung begonnen. Dabei können Belegungsengpässe zwischen den einzelnen Abteilungen des Krankenhauses ausgeglichen werden.

Die Vertreter der SPD mahnten nachdrücklich eine Verbesserung des Entlassungsmanagements im Singener Krankenhaus an. Die Entlassungsmodalitäten seien verbesserungswürdig. SPD-Stadträtin Claudia Weber machte den Vorschlag über ein Patientenhotel beim Singener Krankenhaus nachzudenken. Insbesondere nach ambulanten Operationen biete eine solche Einrichtung deutliche Vorteile. Die SPD-Vertreter mahnten auch an, dass die Patienten-Zuwendung in einigen Abteilungen keineswegs als optimal einzustufen sind. Hier seien einige Chefärzte gefordert. Doch Sabine Schwörer relativierte: Von rund 27 000 Patienten im letzten Jahr seien lediglich 40 Beschwerden eingegangen. Trotzdem werde man versuchen, die Ziele der Patientenzufriedenheit aber auch die Mitarbeiterzufriedenheit stärker nach vorne zu bringen.

Den interessanten Gesprächen schloss sich ein Rundgang durch verschiedene Abteilungen des Krankenhauses an. Die stellv. Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion Claudia Weber bedankte sich für die Möglichkeiten des Einblicks und für die gute Diskussion.