Erfolgreiche Strukturentwicklung

Veröffentlicht am 21.04.2022 in Landespolitik

Stadt Tengen profitiert besonders von Landesförderung

650.000 Euro fließen 2022 aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum des Landes Baden-Württemberg in die Stadt Tengen. Auch in den Jahren zuvor erhielten zahlreiche Vorhaben aus der Stadt Fördermittel des Landes. Wofür wird dieses Geld ausgegeben und wie tragen die damit geförderten Projekte dazu bei, die Lebensqualität in den verschiedenen Tengener Ortsteilen zu stärken? Darüber informierte sich der Landtagsabgeordnete Hans-Peter Storz in einem Ortsrundgang zusammen mit Tengens Bürgermeister Marian Schreier.

Das ELR gelte als das zentrale Förderprogramm zur Verbesserung der Strukturen in den Städten und Gemeinden des Ländlichen Raums. Nicht nur Gemeinden, sondern auch Betriebe und private Haushalte können Unterstützung des Landes erhalten. Das Förderprogramm habe den Anspruch, Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu erhalten, Ortskerne als Wohnstandort attraktiver zu machen und die Infrastruktur zu sichern und auszubauen. „Das ELR hilft, den ländlichen Raum zukunftsfähig zu machen,“ fasst Storz die Ziele der Landeshilfen zusammen.
Tengen erhalte nicht nur hohe Zuschüsse für neue Vorhaben. In der ganzen Stadt seien derzeit viele geförderte Projekte in der Umsetzungsphase. Dazu gehöre unter anderem auch ein Zuschuss in Höhe von 334.000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm für den Bürgersaal, der in Tengens Mitte entsteht, berichtete Bürgermeister Marian Schreier. Insgesamt förderedas Land im laufenden Jahr 37 Projekte in neun Städten und Gemeinden des Landkreises mit einer Gesamthöhe von 2,1 Millionen Euro. Knapp ein Drittel der diesjährigen Fördermittel kommen also Bürgern und Betrieben aus der Stadt Tengen zu Gute. Hintergrund für den Erfolg bei der Mittelvergabe sei die Einstufung Tengens als sogeannte Schwerpunktgemeinde. Die Stadt zeichne sich vor allem durch die besondere Projektvielfalt aus. Laut Schreier werden die Fördermittel aus dem Entwicklungsprogramm vielfältig genutzt: „Wir haben hier wirklich alles – vom Abbruch, Umbau und Neubau privater Gebäude bis hin zu gewerblicher und öffentlicher Nutzung.“ Viele Projekte und Baumaßnahmen unterstützen in der Breite das, was die Dörfer erst attraktiv mache. Auch Storz betont die unterschiedlichen Möglichkeiten des ELR dafür, die Ortskerne in ländlich geprägten Regionen wiederzubeleben. Doch der Landtagsabgeordnete sieht dabei auch die Landesregierung und das zuständige Ministerium in der Verantwortung: „Das Land muss den Menschen Mut machen diese Chance auch zu nutzen.“ Denn der Erhalt und die Wiederbelebung der Ortskerne sei nicht nur für die Versorgung der Menschen vor Ort von Bedeutung. Auch für den Generationenwechsel ist die Schaffung eines nachhaltig attraktiven Wohnorts relevant. „Landesentwicklung ist eine ständige Aufgabe“, erkennt Bürgermeister Schreier.
Während Storz und Schreier die Förderschwerpunkte und Möglichkeiten des ELR loben, kritisieren sie jedoch den Verwaltungsaufwand anderer Programme und komplizierte Genehmigungsprozesse. Gerade in der Tourismusförderung gebe es zu lange Vorlaufzeiten und das bei einem relativ gering ausgestattetem Förderprogramm. Solche – oftmals auch bürokratischen – Hindernisse verlangsamen auch den Ausbau erneuerbarer Energien, sagte Schreier.
Innovative Modellprojekte der Kommunen hätten es jedoch schwer, wenn sie nicht genau auf die Förderrichtlinien passen, bemängelt Storz. Das Land sollte mehr Hilfestellungen auf den Weg bringen“, damit nicht jede Gemeinde zu jedem Problem das Rad erst neu erfinden muss“, schlägt der Abgeordnete vor.

 

 

Homepage Hans-Peter Storz, SPD-Landtagsabgeordneter für Singen, Hegau, Stockach

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