Schülerinnen und Schüler beim gemeinsamen Mittagessen. Bild: HardtschuleIm Rahmen der Infoveranstaltungen für Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten war die Singener SPD-Fraktion zu Gast in der Hardt-Grundschule in Singen. Neben der Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen mit den Schülern gab die Schulleitung mit einer sehr informativen Präsentation Einblicke in den Schulalltag.
Bereits im Jahre 1986 stellte Claudia Weber namens der SPD-Stadtratsfraktion erstmals im Singener Stadtrat den Antrag, an der Grundschule in der Singener Südstadt einen Ganztagesbetrieb einzurichten. Der Antrag wurde seinerseits von der bürgerlichen Mehrheit abgelehnt und auch vom Kultusministerium abschlägig beschieden. Zwischenzeitlich erfolgten mehrere Anläufe der SPD-Fraktion, die Hardtschule in eine Ganztagesschule umzuwandeln. Doch der Widerstand dauerte lange. Erst als die Berliner rot-grüne Koalition den Ländern Finanzmittel zum Bau von „Mensas“ als Voraussetzung für den Ganztagesbetrieb (IZZB-Mittel) zur Verfügung stellte, begann ein richtiger Run zur Einrichtung von Ganztagesschulen.
Im Singener Stadtrat ist jetzt die Meinung endgültig für die Ganztagesschulen vorhanden, sagte die SPD-Fraktionsvorsitzende Regina Brütsch beim Besuch der Singener Hardtschule, die als erste Grundschule vor über einem Jahr den Ganztagsbetrieb aufgenommen hat. Schulrektorin Monika Leible-Karcher begrüßte die SPD-Delegation zum gemeinsamen Mittagessen mit den Dritt- und Viertklässlern.
Es zeigte sich, dass der Betrieb der Hardtschule nicht mehr vergleichbar ist mit früheren Jahren: Die Lehrkräfte essen regelmäßig zusammen mit den Kindern. Da geht es um Sauberkeit, um ein Miteinander, um Tischmanieren und vieles mehr. Insgesamt hat sich der Tagesablauf für Kinder und Lehrkräfte grundlegend geändert. Längst wird nicht nur Wissen vermittelt. Soziales Verhalten, auf die Bedürfnisse des einzelnen Kindes abgestimmte Tagespläne und individuelle Förderung des einzelnen Kindes stehen im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler erfahren einen klar gegliederten Tagesablauf der Sicherheit schenkt und Selbstwertgefühl stärkt. Sinnvolles Freizeitverhalten wird täglich geübt. Die Kinder erleben die Lehrer auch außerhalb des Unterrichtes und müssen sich auch mit Kindern anderer Altersgruppen arrangieren.
Muttersprachlicher Unterricht, rhythmische Erziehung, Hausaufgabenbetreuung, Musik und Sport sind fester Bestandteil des Ganztagesbetriebes. Die Kooperation mit den Kräften der Hausaufgabenbetreuung vom Verein der Vorschule klappt sehr gut. Die Offenheit und das Miteinander machen’s aus, wie Monika Leible-Karcher dem Vorstandsmitglied des „Vorschulvereins“ Dietmar Johann erläuterte. Beim gemeinsamen Rundgang am Nachmittag konnten die SPD-Stadträte Einblicke in den praktischen Teil der Ganztagesschule nehmen.
Bericht: Dietmar Johann