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SPD-Fraktion vor Ort: Besuch bei der Teestube

Veröffentlicht am 29.06.2007 in Fraktion

Die Teestube in Singen ist eine soziale Einrichtung, deren Träger der Teestubenverein ist . Deren Mitarbeiter leisten wichtige soziale Jugendarbeit in mannigfaltiger Form. Die SPD-Fraktion hat es sich zum Ziel gesetzt, solche Einrichtungen immer wieder zu besuchen und sich über deren Sorgen und Nöte unterrichten zu lassen...

Die SPD-Fraktion war am 18. Juni vor Ort, um sich über den Arbeitsbereich der
Mobilen Jugendarbeit des Teestubenfördervereins wieder zu informieren. Die Räume sind in der Franz Sigel Straße im ehemaligen „Treffpunkt Süd“. Durch die Stadt Singen ist der Förderverein beauftragt, mobile Jugendarbeit nach den rechtlichen Grundlagen der §§ 11, 13, 14 Sozialgesetzbuch VIII/ KJHG in Singen zu leisten.

Die Stadträte waren beeindruckt von den Berichten über die Arbeit, die das Team der MJA bewältigt. Die Feststellung, dass die Mobile Jugendarbeit oft das letzte Netz im Hilfesystem ist, löste eine rege Diskussion aus. Das Team der Mobilen Jugendarbeit kennt sich in allen Lebensbereichen sehr gut aus. Die Aufgaben und Anforderungen gliedern sich in :
Streetwork, Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit (Projektarbeit) sowie
Gemeinwesenarbeit wie Freizeitangebote, Schuldenklärung und Straffälligenhilfe.
Die Frage, ob Singen die Mobile Jugendarbeit braucht, ist für die SPD -
Stadtratsfraktion schnell beantwortet: Es gibt für uns überhaupt keinen Zweifel, dass
diese Arbeit auf jeden Fall weitergeführt werdem muss und nach Möglichkeit sogar
noch ausgeweitet werden sollte. Wir haben erfahren, dass es viele Jugendliche,
Heranwachsende und Erwachsene in Singen gibt, die sich nicht an ein " normales"
Hilfsangebot wenden und oftmals nicht wissen, dass es diese Hilfe hier gibt.

Beim Gespräch mit den Sozialarbeitern und den Veranwortlichen des Fördervereins wurden auch die Probleme mit der unmittelbaren Nachbarschaft der Teestube angesprochen:
- Wie kann man diese Kinder und Jugendliche und möglichst auch deren Eltern in
die Beratung einbinden?
- Was für präventive Möglichkeiten kann man ergreifen, damit sie nicht automatisch
die Kunden von " Morgen " werden?

Drogen und Alkohol gehören in den Straßen Singens zum Alltag . Natürlich kann
Sozialarbeit und Streetwork helfen, andere Wege zu beschreiten oder eigene Wege
zu finden. Aber wenn Erwachsene und Eltern nicht beginnen, Zeit für die Jugend
aufzubringen und Werte und Normen selbst vorzuleben und ihren Schutzbefohlenen
zu vermitteln, wird die Sucht unter Jugendlichen und Heranwachsenden noch
weiter zunehmen.

Durch die Ausführungen und Darlegungen von Beispielen, die im Jahresbericht des Teestubenfördervereins für 2006 niedergelegt sind, ist sich die SPD- Fraktion einig, dass die Leistungsbilanz des Vereins überzeugend ist und der weiteren Unterstützung durch die Stadt und der zuständigen Stellen bedarf.

Des Weiteren wurde der jetzige Standort im ehemaligen „Treffpunkt Süd“ von den Vereinsmitgliedern als nicht ideal angesehen, da ihre „Kunden“ den Weg so weit südlich zu den Angeboten nicht annehmen würden. Auch wir sind der Meinung, dass ein zentraler gelegener Standort die Arbeit des Vereins erheblich erleichtern würde.

Unser Dank gilt dem ganzen Team der Mobilen Jugendarbeit in Singen für ihren Einsatz und Zeitaufwand für eine Sache, die uns alle angeht: Hilfe zur Selbsthilfe für gefährdete Kinder und Jugendliche.

Claudia Weber