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Aktuelle-Artikel

Bildung in Baden-Württemberg - wohin?

Veröffentlicht am 30.10.2008 in Ortsverein

MdL Norbert Zeller Bild: M. Bassler

Bildung auf neuem Kurs
-Schule im Umbruch-

... G8, Schliessung von Hauptschulen, längere Grundschulzeit, Kooperation Hauptschule – Realschule, dreigliedriges Schulsystem, Ganztagesschule u.s.w.
Dies sind nur einige Schlagworte, mit denen sich Politik, Medien und Bevölkerung seit geraumer Zeit befassen müssen.

MdL Norbert Zeller, schulpolitischer Sprecher der SPD-K
Landtagsfraktion, hat hierüber referiert; Autorin Maike Angerbauer hat hierüber im SÜDKURIER berichtet:

Zeller fordert anderes Bildungssystem

Singen (msa) Die Schließung von Hauptschulen, das dreigliedrige Schulsystem und die Ganztagsschulen waren einige Aspekte, die Norbert Zeller bei einem Vortrag zum Thema „Bildung auf neuem Kurs – Schule im Umbruch“ ansprach. Zeller ist Landtagsabgeordneter der SPD für den Bodenseekreis und Vorsitzender des Schulausschusses im Landtag von Baden-Württemberg.

„Bildung beginnt nicht erst mit dem Schuleintritt. Die ersten Lebensjahre sind entscheidend“, sagt Norbert Zeller. Dabei handele es sich um einen Bildungsprozess, bei dem die Familie maßgeblich beteiligt sei. Bei Kindern aus sozial schwachen Familien beobachtet der Landtagsabgeordnete häufig Sprachdefizite. „In Baden-Württemberg entscheidet die soziale Herkunft über Bildung“, sagt er. Um dieser Tatsache entgegenzuwirken, sollen die Rahmenbedingungen verbessert werden: Bessere Ausbildung der Erzieher, Sprachförderung für Kindergartenkinder sowie mehr finanzielle Zuschüsse. Norbert Zeller fordert: „Kindergärten müssen gebührenfrei sein.“

Ebenso plädiert er für längeres gemeinsames Lernen der Schulkinder. Dabei solle vor allem individuelle Bildung im Vordergrund stehen. „Die Menschen sind unterschiedlich, nur in der Schule werden sie alle gleich behandelt. Intensive Betreuung der Schüler müsse in Zukunft gewährleistet sein. „Wir brauchen eine individuelle Lernkultur“, sagt er. Der Landtagsabgeordnete besteht zusätzlich auf die Abschaffung der Grundschulempfehlung und verweist in diesem Zusammenhang auf die seelische Belastung für die Grundschüler. „Die Frage der Mitschüler, ob man selbst nun Gymnasiast oder Hauptschüler ist, kann sehr belastend sein.“ Ebenso habe ein Hauptschüler nur geringe Chancen sein berufliches Ziel hoch zu stecken. „Hauptschülern werden zu viele Schulwechsel bei der Weiterbildung zugemutet“, erklärt Norbert Zeller. Daher sollte es möglich sein, dass jede Hauptschule einen Realschulabschluss anbietet. „Werden die Schüler intensiver gefördert, bringen sie bessere Leistungen.“